Kalkulationstools für Transportunternehmen

Kilometersatz, Dieselfloater und Kompensation berechnen – kostenlos und ohne Registrierung.
Alle Berechnungen erfolgen lokal in Ihrem Browser – keine Daten werden übertragen.

Modul 1: Dieselfloater berechnen

Definition: Der Dieselfloater ist ein Anpassungsfaktor, mit dem der bei Vertragsschluss vereinbarte km-Satz (Basis-km-Satz) multipliziert wird, um den aktuellen km-Satz zu ermitteln. Die Anpassung erfolgt typischerweise monatlich auf Basis eines öffentlich zugänglichen Dieselpreisindex (z.B. BGL).

Aktueller km-Satz = Basis-km-Satz × Dieselfloater-Faktor

Der Faktor berechnet sich wie folgt:

Faktor = 1 + Aktueller Dieselpreis − Basisdieselpreis Basisdieselpreis × Dieselkostenanteil

Faktor > 1 = Aufschlag  |  Faktor = 1 = keine Änderung  |  Faktor < 1 = Abschlag

€/km
€/l netto
%
Anteil Diesel an Gesamtkosten bei Vertragsschluss
€/l netto
Dieseländerung
0%
Dieselfloater-Faktor
1,0000
Aufschlag pro km
0,00 €
Aktueller km-Satz
0,00 €
Aktuellen Dieselpreis verschieben: 2,00 €/l
Wichtig: Der Dieselfloater kompensiert exakt – aber nur, wenn der Dieselkostenanteil bei Vertragsschluss korrekt bestimmt wurde. Berechnen Sie Ihren individuellen Anteil mit dem Ertragsrechner unten.

Modul 2: Dieselkompensation prüfen

Reicht Ihre aktuelle Kompensation (z.B. 3 %) aus? Flotten-Berechnung mit Delay-Effekt und PDF-Analyse.

Zum Kompensationsrechner

Modul 3: Ertragsrechner

Abrechnungsart

Fahrzeugtyp & Mautklasse

Mautsatz automatisch: 0,293 €/km (Infrastruktur 0 + Lärm 0 + Luft 0 + CO₂ 0 Ct/km)

Grunddaten

Fahrleistung

km
%
Anteil der km ohne Ladung (nicht berechenbar)

Personalkosten (Fahrer)

%
Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenvers.
Verpflegungsmehraufwand (Abwesenheit >8h = 14€, >24h = 28€)
AG-Kosten gesamt: 0,00 €/Monat

Kraftstoffkosten

l/100km
€/l

Fahrzeugkosten (pro Monat)

Jahresbetrag / 12
ca. 3–5 Ct/km auf Monat umgelegt
Nur bei Kauf (nicht bei Leasing)

Betriebskosten (pro Monat)

€/km
Wird automatisch aus Fahrzeugtyp berechnet (oben)
Büro, Buchhaltung, Disponent, IT etc.
Telefon, Ladungssicherung, Warnwesten etc.

Einnahmen & Gewinnziel

€/km
%

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Ertragsrechner für Transportunternehmen – so kalkulieren Sie richtig

Warum ein Ertragsrechner?

Viele Transportunternehmen fahren mit Frachtsätzen, die vor Jahren vereinbart wurden – ohne zu prüfen, ob diese noch kostendeckend sind. Steigende Dieselpreise, höhere Mautgebühren und wachsende Personalkosten fressen die Marge auf. Ein Ertragsrechner zeigt transparent, welchen Kilometer- oder Tagessatz Sie mindestens verlangen müssen.

Was ist ein Dieselfloater?

Der Dieselfloater (auch Dieselgleitklausel oder Dieselpreisanpassungsklausel) ist eine vertragliche Formel, die den Frachtsatz automatisch an den aktuellen Dieselpreis anpasst. Er schützt Spediteure vor Dieselpreisschwankungen, ohne dass jedes Mal neu verhandelt werden muss. Die Formel berücksichtigt den Dieselkostenanteil am Gesamtfrachtsatz – typischerweise 25 bis 35 Prozent.

Dieselfloater vs. Dieselkompensation

Während der Dieselfloater eine prozentuale Anpassungsformel ist, die in beiden Richtungen wirkt (Preiserhöhung und -senkung), ist die Dieselkompensation ein fester Aufschlag (z.B. 3 % auf den Frachtsatz). Das Problem: Ein fester Prozentsatz reicht bei starken Preissteigerungen oft nicht aus – unser Kompensationsrechner zeigt, warum 3 % strukturell zu wenig sein können.

EBITDA – die richtige Kennzahl für Verhandlungen

Für Frachtverhandlungen ist die EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) die relevante Kennzahl. Sie zeigt, ob der laufende Betrieb aus den Einnahmen finanziert werden kann – unabhängig von Finanzierungsentscheidungen und Abschreibungsmethoden. Unser Ertragsrechner berechnet Break-even und Marge konsistent auf EBITDA-Basis.

Häufige Fragen

Wie berechnet man den Dieselfloater?

Der Dieselfloater berechnet sich nach der Formel: ((Aktueller Dieselpreis − Basisdieselpreis) ÷ Basisdieselpreis) × Dieselkostenanteil. Bei einem Basispreis von 1,30 €/l, aktuellem Preis von 2,00 €/l und 30 % Dieselkostenanteil ergibt sich ein Floater von 16,2 % – der Frachtsatz steigt entsprechend.

Wie hoch ist der Dieselkostenanteil bei LKW-Transporten?

Der Dieselkostenanteil liegt je nach Fahrzeugtyp und Einsatzgebiet zwischen 25 und 35 Prozent des Frachtsatzes. Bei Fernverkehrs-LKW mit hoher Laufleistung ist er höher (30–35 %), bei Nahverkehrsfahrzeugen mit viel Standzeit niedriger (20–25 %). Der BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung) veröffentlicht regelmäßig Referenzwerte.

Was ist der Unterschied zwischen Dieselfloater und Dieselkompensation?

Der Dieselfloater ist eine dynamische Formel, die den Frachtsatz automatisch an den aktuellen Dieselpreis anpasst – nach oben und unten. Die Dieselkompensation ist ein fester Prozentsatz (z.B. 3 %), der pauschal auf den Frachtsatz aufgeschlagen wird. Der Floater bildet die tatsächlichen Mehrkosten genauer ab, während die Kompensation bei starken Preissteigerungen zu niedrig sein kann.

Welchen Kilometersatz muss ich verlangen, um Gewinn zu machen?

Der erforderliche Kilometersatz hängt von Ihren individuellen Kosten ab: Dieselverbrauch, Personalkosten, Maut, Versicherung, Wartung und Verwaltung. Unser Ertragsrechner berechnet den Break-even-km-Satz auf EBITDA-Basis – ab diesem Wert decken Sie Ihre Betriebskosten. Für Gewinn müssen Sie darüber liegen. Typische Werte für einen 40-Tonner: 1,80 bis 2,50 €/km je nach Einsatzgebiet und Kostenstruktur.

Was bedeutet EBITDA bei der Frachtkalkulation?

EBITDA steht für „Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization“ – also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Für Frachtverhandlungen ist die EBITDA-Marge besonders aussagekräftig, weil sie zeigt, ob der operative Betrieb aus den Einnahmen finanziert werden kann. Abschreibung und Finanzierung sind unternehmerische Entscheidungen, die den Auftraggeber nicht betreffen.