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Taxi bei Hochwasser ueberschwemmt – Totalschaden, 32.000 €

von FSA24


  2026-03-21

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Ein Taxi faehrt in eine ueberschwemmte Unterfuehrung und bleibt im Wasser stecken. Der Motor erleidet einen Wasserschlag. Totalschaden: 32.000 €.

Taxi bei Hochwasser ueberschwemmt – Totalschaden, 32.000 €

Nach einem Starkregenereignis in Wuppertal faehrt ein Taxifahrer in eine ueberflutete Unterfuehrung. Das Wasser steht 60 Zentimeter hoch. Der Motor erleidet einen Wasserschlag und die gesamte Elektronik wird zerstoert. Totalschaden: 32.000 €.


Was ist passiert?

An einem Juliabend entlud sich ein heftiges Unwetter ueber Wuppertal. Innerhalb einer Stunde fielen 80 Liter Regen pro Quadratmeter. Zahlreiche Strassen standen unter Wasser. Der Taxifahrer war mit einem Fahrgast unterwegs und wollte eine Abkuerzung durch eine Unterfuehrung nehmen.

Die Unterfuehrung war bekannt dafuer, bei Starkregen vollzulaufen, doch der Taxifahrer schaetzte den Wasserstand falsch ein. Er fuhr mit etwa 30 km/h in das stehende Wasser ein. Nach wenigen Metern wuerde der Wasserstand deutlich hoeher als erwartet. Das Wasser reichte bis ueber die Tuerschwellen. Der Motor saugte Wasser an und erlitt einen Wasserschlag – der sofortige Motorstillstand.

Der Fahrgast und der Taxifahrer mussten das Fahrzeug durch knietiefes Wasser verlassen. Die Feuerwehr wurde gerufen und sicherte die Unterfuehrung ab. Das Taxi musste nach Abpumpen des Wassers von einem Abschleppwagen geborgen werden. Die Werkstatt stellte einen wirtschaftlichen Totalschaden fest: Motor, Getriebe und saemtliche Elektronik waren irreparabel beschaedigt.


Schadenhoehe: 32.000 €

  • Fahrzeug (wirtschaftlicher Totalschaden): 27.000 €
  • Taxameter und Sonderausstattung: 2.500 €
  • Abschleppkosten: 450 €
  • Nutzungsausfall (bis Ersatzfahrzeug): 2.050 €

Versicherungsrelevanz

Hochwasser- und Ueberschwemmungsschaeden fallen in den Bereich der Teilkaskoversicherung. Allerdings kann der Versicherer pruefen, ob der Fahrer fahrlaessig gehandelt hat, indem er wissentlich in die ueberflutete Unterfuehrung eingefahren ist. Im vorliegenden Fall argumentierte der Versicherer, dass das Einfahren bei erkennbarem Wasserstand grob fahrlaessig war, und kuerzte die Leistung um 40 Prozent. Die Taxiversicherung uebernahm daher nur 60 Prozent des Fahrzeugwertes.


Fazit

Ueberschwemmungen werden durch den Klimawandel haeufiger und betreffen Taxiunternehmer direkt. Niemals in ueberflutete Unterfuehrungen einfahren – auch wenn Zeitdruck herrscht. Eine umgedrehte Fahrt kostet zehn Minuten, ein Totalschaden kostet 32.000 Euro. Die Taxiversicherung deckt Hochwasserschaeden ab, kann aber bei Fahrlaessigkeit deutlich kuerzen. Klare Dienstanweisungen fuer Unwettersituationen schuetzen Fahrer und Fahrzeug.


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